| Lachswarte als Geburtshelfer (alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden) |
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![]() | Ein Lachs-Weibchen von 88 cm Länge (7,5 kg) ist aus dem Nordatlantik laichbereit in die Lahn zurück gekehrt, um hier für Nachwuchs zu sorgen. Gefangen wurde der Wildlachs von den Lachswarten der IG-LAHN vor der unüberwindbaren Staustufe Lahnstein. | ||
| Von den Lachswarten wurde auch ein Lachs-Männchen (rechts im Bild) mit einer Länge von 80 cm und 5 kg Gewicht gefangen. Beide Tiere werden für die künstliche Vermehrung verwendet. |
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| Die abgestreiften Tiere werden später wieder in die Lahn zurück gesetzt, damit sie eventuell noch einmal ins Meer abwandern können. | |||
![]() | Die Lachswarte der IG-LAHN erhalten die Eier der laichreifen Lachs-Rogner durch leichten Druck auf den Bauch. Das Abstreifen findet im Bruthaus der IG-LAHN in Aumenau statt. | ||
| Pro 1 Kilogramm Lebendgewicht erbringt ein Weibchen ca. 2. 000 bis 2.500 Eier mit einem Durchmesser von 4-7 mm. | ![]() | ||
![]() | Langsam füllt sich die sterile Schüssel mit den frisch abgestreiften und noch unbefruchteten Eiern. Die Eifarbe ist typisch "lachsfarben" und wird daher auch gerne zur Herstellung von "Lachskaviar" verwendet. Dafür werden jedoch die Eier von Zuchtlachsen genommen. | ||
| Ein großes Lachs-Männchen (Milchner) mit herrlichem Laichkleid und Laichhaken am Unterkiefer, der nur zur Laichzeit ausgebildet wird. | ![]() | ||
| Diese prächtigen Tiere - Männchen wie Weibchen - nehmen oft viele Tausend Kilometer beschwerlichen Weg in Kauf, um zur Fortpflanzung wieder in ihr Geburtsgewässer zu gelangen. Hierzu verhilft ihnen der ausgezeichnete Geruchssinn. | |||
![]() | Der Lachs-Rogner, der zur gleichen Zeit wie die Weibchen laichreif ist, wird zur künstlichen Befruchtung der Eier des Weibchens verwendet. Das Sperma wird mit einer weichen Feder unter die Eier verrührt. Nach ca. einer Stunde kann man schon den Erfolg der Befruchtung erkennen. | ||
| Nach ca. 3 Wochen tritt das sogenannte "Augenpunktstadium" ein. Deutlich kann man jetzt schon die Bewegung der Augen oder der Larve durch die Eihülle beobachten. |
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| Im Brutschrank liegen die Eier jedoch sehr sicher und sind wesentlich weniger Gefahren ausgesetzt als in der freien Natur. | |||
![]() | Im Bruthaus schlüpfen nach ca. 90 Tagen bei einer durchschnittlichen Wassertemperatur von 5°C die Lachslarven. Von ihrem relativ großen Dottersack leben die Larven bis zu 5 Wochen und entwickeln sich in dieser Zeit von der Larve zum kleinen, frei schwimmenden Fischchen. | ||
| Direkt nach dem Schlupf müssen die Eischalen der Lachseier von den sehr empfindlichen Fischchen durch Spülen getrennt werden, damit die Lachslarven nicht durch Krankheitserreger infiziert werden und verenden. Unsere Lachswarte leisten hier im wahrsten Sinne des Wortes Geburtshilfe. |
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![]() | Wenn der Dottersack aufgebraucht ist, werden die Jungfische nun in die Rundstrombecken in der Hälter- und Aufzuchtsanlage in Aumenau ausgesetzt. Darin werden sie täglich mit einem ausgeklügelten Kunstfutter aus Futterautomaten gefüttert. | ||
| Bei der Gewöhnung an das Kunstfutter muss von den ausgebildeten Lachswarten viel Sachverstand mit eingebracht werden, da es gerade in dieser Phase leicht zu Totalverlusten kommen kann. | |||
| Im Frühsommer werden die Junglachse - jetzt "Parr" genannt - in ihre Aufwuchsgewässer (Weil, Dill, obere Lahn) ausgesetzt, wo die größeren Tiere ein und die kleineren Fische zwei Jahre bleiben. | ![]() | ||
| Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Junglachse in der Obhut der Lachswarte und es wurde viel Arbeit, Zeit und ehrenamtliches Engagement aufgebracht, um die Fische so weit zu bringen. Der Lohn ist ein Erfolg von etwa 80-90% gegenüber dem natürlichen Aufkommen in der Natur und damit eine hoffentlich gesteigerte Effizienz bei der Zahl der laichbereiten Rückkehrer. | |||
![]() | Im folgenden Frühjahr, etwa ab April, färben sich die größten dieser Fische plötzlich silbrig - jetzt werden sie "Smolts" genannt - und beginnen ihre Abwanderung über Lahn und Rhein in die Nordsee und weiter bis nach Grönland. | ||
| Dort fressen sie Unmengen von Fisch und Krill (Euphausia superba) und wachsen schnell zu adulten Tieren heran, um als laichreife Tiere erneut den Fortpflanzungskreislauf (vgl. hierzu Grafik "Lebenszyklus") zu schließen. | |||