Das Lachszentrum Hasper Talsperre e.V. setzt sich seit den 2000er Jahren
für die Wiederansiedlung des Atlantischen Lachses in den Flüssen des
Rhein-Einzugsgebiets ein.
In der Aufzuchtanlage an der Hasper Talsperre werden Lachseier und Jungfische
gezüchtet, die dann gezielt in Flüsse wie die Ruhr, Lahn oder die Sieg gesetzt werden.
Der Verein verfolgt dabei das Ziel, stabile, wandernde Lachsbestände wieder
in heimischen Gewässern aufzubauen.
Mit modernster Zuchttechnik, Forschungskooperationen und öffentlicher
Aufklärungsarbeit leistet der Verein einen wichtigen Beitrag zum Schutz
unserer Gewässer und ihrer Artenvielfalt.

Die IG Lahn bemüht sich schon immer die Lahn wieder zu einem Lachsgewässer
zu machen, was sie ja immer war. So fuhr eine Abordnung der IG Lahn zur Anlage des
Lachsverein an der Hasper Talsperre.
Vor Ort wurde uns die gesamte Anlage vorgestellt und ausführlich die
Aufzucht der Lachse erläutert – von der Brut bis zum aussetzfähigen Smolt.
Die IG Lahn selbst kann auf eine lange und erfolgreiche Zeit der Lachszucht
in Aumenau zurückblicken.
Über viele Jahre hinweg wurden dort Lachse gezüchtet und in die Lahn
ausgesetzt.
Trotz fachlich hervorragend umgesetzter Arbeit – inklusive der Ausbildung
ehrenamtlicher Lachswarte – blieb der nachhaltige Erfolg leider begrenzt.
Fehlende politische Unterstützung, zahlreiche Querbauwerke sowie
Wasserkraftanlagen erschweren bis heute die Rückkehr des Lachses erheblich.
Im Rahmen des aktuellen Besuchs konnte die IG Lahn jedoch erneut aktiv
werden.
Es wurden rund 400 Kilogramm Lachs am Standort Hasper Talsperre übernommen.Die Tiere wurden in speziellen Transportbehältern auf einem Lkw direkt nach
Lahnstein gebracht.
Dort herrschten dank erhöhtem Wasserstand sehr gute Bedingungen für das
Einsetzen der Lachse.
Vom Aussetzpunkt aus haben die Tiere nun nur noch etwa 800 Meter bis zur
Mündung in den Rhein vor sich.
Durch die vorherige Fütterung mit speziellem Smoltfutter sind die Lachse
physiologisch auf die Wanderung eingestellt und haben einen ausgeprägten
Drang, innerhalb von etwa 24 Stunden in Richtung Meer aufzubrechen.
Diese Aktion zeigt erneut, wie wichtig kontinuierliches Engagement,
funktionierende Kooperationen und verbesserte Rahmenbedingungen sind, um dem
Lachs langfristig wieder eine Perspektive in der Lahn zu geben.

Die Staumauer der Hasper Talsperre ist über einhundert Jahre alt.

Zuchtbecken

 

Der Weg ins Meer.

Besprechung mit den Leuten vom Lachsverband

 

 

Hier kommt das Wasser bei Hochwasser herunter.

und wird hier weitergeleitet.

 

Auch Quappen werden hier gezüchtet.

Trockenfutter für die Smolts

 

Wasseraufbereitungsanlage

 

Geschlüpfte Lachse

 

Brutkästen

Die Eier

 

 

 

 

Wachstum des Lachses

 

Jetzt werden die Becken geöffnet

Da schwimmen die Smolts, schwer zu fotografieren, da es nicht so hell ist und
sie sich ständig bewegen, hinzu kommt
die Reflektion von der Decke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da Super Smolt Futter,  das sie Smolts auf die Wanderung einstellt.

 

Der Spezialtransporter kommt.

Schon mal Wasser einfüllen

Jetzt geht es los. Dietmar Firzlaff Eigentümer der aquaFUTURE (links)
koordiniert das beladen.

Frank Spengler (Vorsitzender der IG-Lahn) rechts, packt kräftig mit an.

 

Tonne für Tonne wird befüllt und zum Transporter getragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Thomas Rameil ist persönlich gekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lahnstein – es ist Hochwasser, da können wir die Smolts prima entladen.

Da kommen sie

Ganz vorgefahren.

Auslassbehälter angesetzt; Rohr drauf gesteckt

und los

Da kommen sie in ihre neue Heimat, wo sie aber nur kurz verweilen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie sind richtig fit, das ist gut.

 

Hoffen wir, das sie es gut ins Meer schaffen und sich vermehren und dann
irgendwann Rückkehrer kommen.